Der Herbstschnee überrascht die Schweiz: ein Vorgeschmack auf den Winter

Am Montag ist der Schnee in vielen alpinen Regionen der Schweiz überraschend früh aufgetaucht und hat eine Wetterwarnung ausgelöst. Der Bund meldet ein mäßig erhöhtes Risiko für Schneefälle im ganzen Land, während einige Skistationen bereits erste weiß überzuckerte Gipfel verzeichnen. Gleichzeitig könnte eine polare Luftfront die Temperaturen bis ins Flachland stürzen lassen – Schneeflocken könnten schon bald den Boden erreichen.

Erster Schnee in den Schweizer Alpenräumen: Alarmstufe

Am Montag ist der Schnee schließlich schüchtern, aber eindeutig an einigen alpinen Ausläufern der Schweiz erschienen, vor allem auf höheren Gipfeln. Die Schneedecke reicht zwar noch nicht aus, um Schneemänner zu bauen, doch der Bund weist dennoch auf ein mäßiges Risiko (Stufe 2) für Regen-Schnee in der Zentral- und Ostschweiz bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags hin.
Auch einige Skigebiete zeigen bereits erste Veränderungen: Webcams belegen weiß gefärbte Berghänge – etwa in Sillerenbühl (nahe Adelboden, 1 974 m) oder in Marbachegg (1 460 m), wo laut Bergfex rund 10 Zentimeter Neuschnee gefallen sein sollen.

Rückkehr des Winters bis in die Ebenen

Nach einem Wochenbeginn mit reichlich Regen werden die Wetterbedingungen im ganzen Land auf Wintermodus umschalten. Ein Zustrom polarer Luftmassen wird eintreffen und die Temperaturen stark sinken lassen. Laut MeteoSchweiz wird die Schneegrenze, die derzeit bei etwa 2 000 Metern liegt, bis zum Tagesende auf 800 Meter fallen und in der Nacht sogar 500 Meter erreichen. Im Flachland, wo der Schneefall bislang unsicher war, könnten die Flocken nun an sehr wenigen Orten dennoch erscheinen. Die derzeit kaum natürlichen, eher künstlich anmutenden Luftströmungen werden somit natürlichen Winterströmungen weichen – und das, obwohl weiterhin feuchtere Bedingungen vorherrschen.
In höheren Lagen wird die Situation dagegen deutlich ausgeprägter sein. Modelle rechnen mit beträchtlichen Neuschneemengen: bis zu 40 cm trockener Neuschnee am Nordhang der Alpen oberhalb von 1 800 Metern. Zwischen 1 000 und 1 500 Metern werden die Mengen bescheidener ausfallen, mit maximal 15 cm, meist jedoch 5 bis 10 cm je nach Region.

Angesichts dieser Lage hat der Bund eine Lawinenwarnung der Stufe 3 (erheblich) für mehrere alpine Gebiete herausgegeben. Besonders betroffen sind Graubünden (Moesano, Avers, Bernina, Rheinwald) sowie das Tessin, insbesondere das Bleniotal. Wanderer, Skifahrer und Bewohner dieser Risikozonen sind aufgerufen, größte Vorsicht walten zu lassen.

Das Auftreten von Neuschnee in der Schweiz wirkt beruhigend, da es auf eine grundlegende Veränderung der Wetterlage hinweist. Zwischen Warnmeldungen, ersten weißen Landschaften und Lawinengefahr bereitet sich das Land möglicherweise auf eine Rückkehr des Winters bis in die Ebenen vor. Was bedeutet das? Man sollte diese Entwicklung genau verfolgen, um zu verstehen, welche Auswirkungen sie auf die Alpenregionen und den Alltag haben wird.

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